Vereinsjahr 2015


Murten

26. September 2015

Wer kennt sich aus in der Schweizer Geschichte?

Eine Antwort auf diese Frage erhalten die Mitglieder des Gemeindevereins bei einem Ausflug

am Sa, 26. September 2015. Die Besuche gelten den zwei historischen Orten Murten und

Avanches. Während Murten hauptsächlich an die Burgunderkriege im 15. Jahrhundert

erinnert, geht die Vergangenheit von Avanches bis in die Römerzeit (1. Jahrhundert) zurück.

 

Zwei Kleinbusse entführen .... Mitglieder des Gemeindevereins Richtung Westschweiz. Zarte

Nebelschwaden kündigen den Herbst an, und geben der Landschaft ein reizvolles Gepräge. Nach

der üblichen Stärkung mit Kaffee und Gipfel in Murten übernimmt Jürg Leuenberger das Zepter zu

einer Stadtführung. Die meisten mögen sich an den Geschichtsunterricht in der Schule und die

Schlacht bei Murten erinnern, wo die heldenhaften Eidgenossen die Burgunder unter Karl dem

Kühnen besiegten und reiche Beute machten. Die Stadt-Besichtigung beginnt beim Berner Tor.

Vieles gäbe es zu erwähnen, doch das würde den Rahmen dieser Berichterstattung sprengen.

Hervorgehoben sei das Schulhaus mit den separaten Eingängen für Lehrer, Knaben und Mädchen

und das Kanonenmätteli, von wo aus die Stadtmauer beschossen wurde. Die Tour geht weiter, dem

deutschen Pfarrhaus vorbei, wo 1797 Jeremias Gotthelf geboren wurde. In der deutschen Kirche

bewundern wir die aus einem Eichenstamm geschnitzte Kanzel. Das Wahrzeichen von Murten ist

die begehbare Ringmauer. Dort hinauf steigen wir. Es eröffnet sich ein herrlicher Blick über die

Türme und Dächer und dem dahinter liegenden Murtensee. Im Dachgeschoss eines Turmes, mit

Blick auf die Umgebung, erläutert uns Jürg Leuenberger die Strategie und das Geschehen der

grossen Schlacht von 1476. Die Exkursion geht weiter durch romantische Gassen, vorbei an

ehrwürdigen, mit Blumen, Anschriften und Verzierungen geschmückten Häusern und Brunnen.

1866 versetzte in der Rathausgasse ein wild gewordener Elefant von einem amerikanischen Zirkus

die Bevölkerung in Angst und Schrecken.

Nach dem 1 1/2-stündigen Rundgang bringen uns die Busse auf den Mont-Vully, einer Anhöhe auf

der gegenüberliegenden Seite des Murtensees, zum Mittagessen.

Erholt und gestärkt geht es weiter nach Avanches, südlich des Murtensees gelegen. Wir drehen das

Rad der Geschichte um rund 1500 Jahre zurück. Zu Anfang unserer Zeitrechnung wurde das

damalige Aventicum zur Hauptstadt des Helvetischen Reiches erklärt. Die Stadt zählte damals rund

20‘000 Einwohner (heute sind es um die 4000), und sie war ein wichtiger Ort für die Römer auf

dem Weg nach Norden. Das Amphitheater, einst verschüttet, wieder ausgegraben und restauriert, ist

ein Zeugnis vergangener Grösse. Es bleibt noch Zeit für einen individuellen Rundgang durch das

Städtchen. Um einiges Wissen über die Geschichte unseres Landes reicher, nehmen wir die

Heimfahrt nach Hause unter die Räder.

Um 19.00 Uhr treffen wir wohlbehalten in Glattbrugg ein. Ein herzliches Dankeschön den

Organisatoren Christian und Vreni Tischhauser und den beiden Chauffeuren Daniel Walder und

Heinz Mühleis. Ein grosses Kompliment und vielen Dank gebührt Jürg Leuenberger für seine

kompetenten und interessanten Führungen durch die historischen Stätten.

Hanspeter Müller


Kegeln

20. Januar 2016